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Jemand hat Libra bereits aus seinem Elend befreit

Der langsame Todesmarsch für Libra, die bevorstehende Kryptowährung von Facebook, geht weiter. Gestern hat eine Task Force der Gruppe der sieben Nationen in einem Bericht eine weitere Hürde genommen, in der es heißt, dass globale Sturmmünzen wie die Waage das globale Währungssystem zerstören und die Finanzstabilität verbessern könnten.

Der Bericht mit dem Titel „Investigating the Impact of Global Stablecoins“ ist das Ergebnis einer G7-Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Benoit Coeure, einem Vorstandsmitglied der Europäischen Zentralbank. „Die G7 ist der Ansicht, dass kein globales Stablecoin-Projekt in Betrieb genommen werden sollte, bis die rechtlichen, regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Herausforderungen und Risiken angemessen angegangen sind, durch geeignete Konzepte und durch die Einhaltung einer klaren und den Risiken angemessenen Regulierung“, heißt es im Bericht.

Was stablecoins von anderen Kryptowährungen unterscheidet, ist, dass sie von traditionellen Währungen unterstützt werden, um die mit digitalen Währungen verbundene Volatilität auszugleichen – daher der stabile Name. Allerdings sind die Stablecoins bisher begrenzt und bleiben stark unreguliert. Insbesondere stellte die G7-Arbeitsgruppe fest, dass Stallmünzen Versuche zur Eindämmung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung verpfuschen könnten und Risiken für fairen Wettbewerb, Cybersicherheit, Verbraucherschutz und Steuern darstellen.

Die Libra Association – die Aufsichtsgruppe, die für die Überwachung der Kryptowährung von Facebook zuständig ist – veröffentlichte ebenfalls eine Erklärung als Reaktion auf den G7-Bericht. Darin geht die Gruppe Punkt für Punkt auf die Bedenken der G7 ein und schwört, mit den Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten, um Bedenken auszuräumen. Weil du weißt, dass es schön spielen muss, wenn es eine Chance haben will, jemals zu existieren.

„In Anbetracht der Bedeutung der Stabilität des globalen Finanzsystems und der nationalen Souveränität über die Geldpolitik ist Libra so konzipiert, dass es mit den bestehenden Regulierungsinstitutionen zusammenarbeitet und den Schutz anwendet, den sie der digitalen Welt bieten – sie nicht stören oder untergraben“, heißt es in der Erklärung.

Der G7-Bericht ist zwar nicht der letzte Nagel in Waage’s Sarg, aber er ist ein deutliches Zeichen dafür, dass globale Regulierungsbehörden auch auf Facebook’s Vision nicht verkauft werden. Das hatte bereits Konsequenzen. Als Libra im Juni startete, hatte sie 27 Unternehmen in ihrer Ecke, darunter bekannte Zahlungsinstitute wie Visa und Mastercard. Aber direkt aus dem Tor heraus stieß die Kryptowährung auf Widerstand seitens des U.S. House Committee on Financial Services und des Senate Banking Committee. Das wiederum führte zu Gerüchten, dass die Waage-Partner Ende August kalte Füße bekamen, wobei PayPal Anfang Oktober offiziell kündigte.

Ein paar Tage später sprangen auch eBay, Stripe, Visa und Mastercard. Calibra, die Tochtergesellschaft, die die Kryptowährung betreibt, ist mit einer Klage konfrontiert, in der behauptet wird, dass ihr Logo von Current, einer mobilen Bankanwendung, abgerissen wurde.

Facebook CEO Mark Zuckerberg wird voraussichtlich am 23. Oktober vor dem House Financial Services Committee aussagen. Er wird sich wahrscheinlich mit den vielen Bedenken der G7 befassen müssen, ebenso wie mit der Tatsache, dass sich wichtige Geldgeber, die Waage Glaubwürdigkeit verleihen sollen, inzwischen von dem Projekt distanziert haben. Angesichts der Tatsache, dass Zuckerbergs jüngste Versuche, wie ein Mensch zu reden, verschwunden sind, wird er vielleicht derjenige sein, der die Waage versehentlich aus ihrem Elend befreit.

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