Windows 7 ist offiziell tot, Sie müssen also wirklich ein Upgrade durchführen

Ab heute unterstützt Microsoft Windows 7 nicht mehr. Das bedeutet, dass es keine Software-Updates, Sicherheitsfixes oder Patches und keinen technischen Support mehr gibt. Es ist tot, ein Ex-Betriebssystem, wenn Sie so wollen. Es besteht eine vernünftige Chance, dass Sie davon nicht betroffen sind – schließlich wurde Windows 7 vor über 10 Jahren im Oktober 2009 erstmals vorgestellt. Seitdem sind Windows 8 und 10 auf den Markt gekommen. Dennoch war Windows 7 ein solides Betriebssystem, und es läuft noch immer auf Millionen von Computern. Was tun Sie also, wenn Sie oder Ihr Unternehmen noch auf Windows 7 arbeiten?

Die einfache Antwort lautet: Besorgen Sie sich Windows 10. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Sie das erreichen können. Erstens: Wenn Sie ein Einzelanwender sind und Ihr Computer mehr als drei Jahre alt ist, sollten Sie sich vielleicht überlegen, ob Sie nicht einen ganz neuen Computer kaufen wollen.

Wenn Sie sich das aber im Moment nicht leisten können oder wenn Sie ein Unternehmen sind und der Ersatz so vieler Computer eine unverschämte Ausgabe ist, ist die kostengünstigere Lösung einfach ein Upgrade. Während Microsoft ursprünglich kostenlose Upgrades auf Windows 10 anbot, lief dieses Angebot bereits im Juli 2016 aus. Jetzt kostet die billigste Version etwa 140 Dollar pro Computer.

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Technisch gesehen müssen Sie nicht sofort upgraden. Laut Microsoft können Sie weiterhin jeden PC mit Windows 7 auf unbegrenzte Zeit nutzen. Es ist nur keine gute Idee, was die Sicherheit betrifft. Da Microsoft keine Sicherheitsupdates oder -korrekturen mehr herausgibt, ist Ihr Computer folglich anfälliger für Exploits und bösartige Akteure. Das sind schlechte Nachrichten für Einzelpersonen, aber besonders schlecht für beispielsweise medizinische Einrichtungen, Banken oder andere Institutionen, die mit sensiblen persönlichen Daten umgehen.

Apropos Sicherheit, es scheinen Gerüchte im Umlauf zu sein, dass Microsoft heute eine „außerordentlich ernste Sicherheitslücke“ behebt. Die rote Flagge wurde zuerst vom Sicherheitsforscher Will Dormann auf Twitter gehisst, gefolgt von einem Bericht des Enthüllungsjournalisten Brian Krebs. Krebs zitiert Quellen, die behaupten, dass der Fehler eine „kryptographische Kernkomponente“ in allen Windows-Versionen beinhaltet. Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt es sich dabei größtenteils um kryptisches Rumpeln, aber es scheint, dass der Fehler aufgrund eines Medienaufrufs heute Morgen zunächst von der NSA entdeckt wurde.

Obwohl jeder aus Sicherheitsgründen ein Upgrade durchführen sollte, ist es verständlich, warum einige zögern würden. Windows 7 war ein gutes und beliebtes Betriebssystem, besonders wenn man es mit Vista oder Windows 8 vergleicht. Es dauerte ganze vier Jahre, bis Windows 10 es an Popularität übertraf. Ein Upgrade kann sich manchmal wie eine lästige Ausgabe anfühlen, die die Brieftaschen großer Unternehmen mästen soll. Windows 7 ist jedoch seit über einem Jahrzehnt in Betrieb, und es ist einfach nicht in der Lage, mit moderneren Funktionen umzugehen.

Aber der vielleicht überzeugendste Grund, den Übergang zu vollziehen, ist der Beginn des morgigen Tages: Microsoft wird damit beginnen, aggressive Vollbildschirm-Benachrichtigungen an die Benutzer zu senden, um sie dazu zu zwingen. Wenn Sie die jahrelangen Pop-ups, die Sie zum Upgrade auffordern, für ärgerlich hielten, wird dies noch schlimmer sein, denn Microsoft sagt, dass man sie nicht verschwinden lassen kann, „bis man mit ihnen interagiert“. Niemand verdient das.

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